Samstag, 10. März 2012


Österreich, Karnburg (Kärnten):
Pfalzkirche St. Petrus und Paulus, um 888.



Schon von Weitem über dem Zollfeld sichtbar ...



... steht diese Kirche am Fuße des Ulrichsberges
einige Kilometer westlich von Maria Saal:

Sie gilt als die älteste erhaltene Kirche Kärntens 
und ist somit eine der ältesten Kirchen Österreichs. 



Links mit dem hohen hellen Turm die ehemalige Pfalzkirche,
die von den Salzburger Bischöfen gegründet und
wohl zum Besuch des Königs Arnulf von Kärnten 888 errichtet
und als Königspfalz genutzt wurde.

Die Wehranlage mit Mauern, Wällen, Gräben und Pallisaden 
ist heute nicht mehr erhalten.



 Rechts die angebaute, kleinere Annakapelle,
die jüngeren Ursprungs ist.



Der alte Bau gilt als seltenes Beispiel 
erhaltener karolingischer Architektur in Österreich,
der Turm stammt allerdings erst aus dem 15. Jhdt.



Das urspüngliche Mauerwerk ist deutlich sichtbar.



Durch die südliche Sakristei ist die Kirche
mit der gotischen Annakapelle verbunden.



Am Verbindungsgang zwischen Kirche und Kapelle 
sind römerzeitliche Reliefs mit Schreiber- und Dienerdarstellungen zu sehen.



Auf das Krüppelwalmdach ist
ein gemauerter Dachreiter mit Spitzhelm aufgesetzt.



Hier der Aufgang zur Kapelle mit seinem hölzernen Vordach.



Auch der Kapellenbau ist steinsichtig erhalten,
wenngleich hier die Steinschichten schon feiner gegliedert sind.



Kleine, spitzbogige Fenster ...



... durchbrechen die Außenwände.



Besonders gut machen sich deren weiße getünchte Laibungen.



Unter der Annakapelle liegt das Beinhaus.



Im Nordosten ist wieder das karolingische Kirchenschiff zu sehen ...



... mit seiner deutlich gröberen Steinschichtung.



Das kleine Fenster im rechteckigen Chor ist verdeckt.



Das Langhaus ist ein wenig breiter als der Chor ...



... und ungefähr acht Mal so lang.



Ein regelrechtes Konglomerat an Spolien
dient als "Geländer" für die Treppe zum Turm.



Hier finden sich Grabinschriften von römischen Soldaten und Einheimischen,
Sarkophagdeckel, Inschriftenfragmente sowie Stelen.



Hier die Vorhalle zum karolingischen Quaderbau,
in dem eine achteckige gotische Taufschale steht.



Das auch innen steinsichtige Langhaus
verfügt am Ende über einen romanische Triumphbogen,
der in den verputzten und weiß ausgemalten Chor überleitet.



Die hölzerne Flachdecke im Innenraum stammt zwar von 1929, ...



... doch ist davon auszugehen,
dass dieser Raum immer mit einer flachen Holzdecke versehen war.



Die barocke Kreuzigungsgruppe stammt aus dem 18. Jhdt., ...



... diese barocken Figuren zeigen die Heiligen
Paulus und Oswald an der Nordwand ...



... sowie Petrus und Sebastian an der Südwand.



In die Wände sind römische Relief- und Inschriftensteine 
verbaut und als Spolien verwendet worden.



In der nördlichen Langhauswand ...



... ist dieser Zugang vermauert worden.



Die gotische Annakapelle nebenan ist bereits eingewölbt ...



... und hat einen kleinen Chor mit drei gotischen Fenstern.



Darin befinden sich die Figuren der Heiligen
Anna mit Maria, Johannes Nepomuk und Franz Xaver.



Am Westende ist ein alter Beichtstuhl zu sehen, ...



... an der Wand noch einige blau-rote Kreuze.



Der Hl. Florian wacht über einem Taufkessel.



Vis-à-vis der Kirche befinden sich hübsche, 
zum Teil revitalisierte Holzhäuser.






Die Pfalzkirche und die Annakapelle

unbedingt ansehen!










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