Samstag, 3. Juni 2017


Österreich, St. Marein bei Neumarkt (Steiermark):
Ruine der St. Georgskirche am Kirchbichl in St. Georgen, 
1146 erstmals erwähnt



Im Ortsteil St. Georgen oberhalb von St. Marein bei Neumarkt
ist hinter einigen Bauernhöfen dieser Hügel zu finden.



Auf diesem befinden sich die Reste ...



... der ehemaligen St. Georgs-Kirche.



Die genaue  Entstehungszeit des Baus bleibt unklar 
– möglicherweise kann die Kirche mit einer frühen Burganlage 
oder einem Herrenhof in Verbindung gebracht werden. 


 
Doch bei der ersten urkundlichen Nennung der Kirche im Jahr 1146 
scheinen keine zugehörigen Bauten mehr existiert zu haben.

Rudeger von Krappfeld und seine Ehefrau vermachten die Anlage
testamentarisch dem Bistum von Gurk. 

Wohl im Zuge des 13. Jhdts. wurde die ehemalige Eigenkirche 
zu einer Filialkirche von St. Marein.



Nach ihrer Schließung im Zuge der Josephinischen Kirchenreform 
am Ende des 18. Jhdts. fiel sie 1845 
einem Brand zum Opfer und wurde nicht wieder errichtet.



In den Jahren 2007 und 2008 wurden
archäologische Grabungen und bauhistorische Aufnahmen durchgeführt,
das aufgehende Mauerwerk gesichert und drainagiert, 
der Hügel mit einem Zugangsweg versehen und die Böden geschottert.  

Die Anlage ist nur für Besucher frei zugänglich.



Bei den Grabungen kam auch diese halbrunde Ostapsis
mit dem Fundament eines steinernen Altars zum Vorschein.



Im Norden befand sich wohl ein kleiner Sakristeiraum, ...



... der hier links im Bild zu sehen ist.



Hier die Apsis vom Osten aus gesehen ...



... sowie von außen, 
wo sogar noch eine kleine Öffnung zu Tage kam.



Die Ausbuchtung der Apsis war jedoch nur von geringem Außmaß
(s. Vorbau an der rechten Seite).



Entgegen der mündlichen Überlieferung wurde der Bau aber nicht 
bis auf die Grundmauern abgetragen, sondern dem Verfall preisgegeben. 

 
 
So kam durch die Freilegung an manchen Stellen aufgehendes Mauerwerk 
von bis zu 1 m Höhe mit Resten von mehrphasigem Innen- und Außenputz zutage.



Netter Weise wurden auch zwei Bänke aufgestellt, ...



... die zum längeren Verweilen an diesem fast magischen Ort einladen.



Am 23. August 2009 wurde die Kirchenruine 
im Zuge einer Feldmesse wieder eingesegnet.








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